Marco Genteki Röss

ZEN – weil es glücklich macht

Mit Wort und Bild auf dem Weg zur Heiterkeit

152 S., 48 zweifarbige Kalligrafien und Pinselzeichnungen,
fest gebunden mit Fadenheftung
Leseband
ISBN 978-3-932337-31-4

Zen ist in aller Munde und Werbebotschaften.

Livestyle-Produkt oder Askese?

Keines von beiden, sagt Genteki, und gibt uns hier schmunzelnd und mit dem lockeren Pinselstrich seiner meisterhaften Kalligrafien und Zeichnungen – aber auch den dazugehörigen tiefgründigen Erläuterungen – den etwas anderen Zugang zum Zen-Buddhismus. Der Autor über sein Buch:

Zen, das manchmal ein gar asketisches und grimmiges Image hat oder sogar pflegt, ist eigentlich nichts anderes als buddhistische Praxis. Und buddhistische Praxis soll unser Leiden vermindern, uns also glücklicher machen. Also soll uns Zen glücklich machen. Punkt.

Dies ist der rote Faden in diesem kleinen Buch. Auf lockere, aber durchaus ernst gemeinte Weise versuche ich darin aufzuzeigen, dass Zen keine Livestyle-Gymnastik für die Seele, keine Askeseübung und schon gar nicht eine mystisch verklärte Geheimlehre ist.

Zen-Buddhismus ist bodenständig und pragmatisch, ist psychologische Selbsterforschung unter Einbezug des eigenen Körpers und der Umwelt. Zen lehrt uns nicht, über das Wasser zu gehen, sondern den Boden unter unseren Füßen zu spüren. Durch die (in der Meditation erfahrbare) Erkenntnis, dass unser Ich eine Illusion ist und wir mit allen Dingen vernetzt sind, können wir uns vollständig öffnen und beginnen, wahres Mitgefühl zu empfinden.

So ist Zen nicht eine egoistische Innenschau, sondern ist gegen Außen gerichtet, da unser Glück schlussendlich nur vollständig wird, wenn es auch unserer Umwelt gut geht.

Wenn wir glücklich sind, dann lächeln wir, und unser Lächeln kann eine Brücke zu anderen Menschen schlagen. Deshalb habe ich in meinem Buch ein ganzes Kapitel dem Lächeln gewidmet.

Der Hauptteil des Buches besteht jedoch aus vierzig ausgewählten Zen-Worten, die ich in einer chinesischen Kursivschrift schrieb, mit humorvollen Tuschmalereien versah und auf Deutsch erkläre.

Marco Genteki Röss befasst sich seit 1988 mit Japan und Zen. Er lebte von 1993 bis 1999 in Japan, wo er die Sprache des Landes und seine Kultur studierte. Er praktiziert seit 1989 Kyūdō (japanisches Bogenschießen), seit 1994 Zazen und seit 1995 Shodō (Schriftkunst). Ab 2006 begann er das Spiel der Shakuhachi-Bambusflöte zu erlernen. Als Buddhist ist er im interreligiösen Dialog aktiv. In den letzten Jahren begann er vermehrt Shodō-Vorführungen und Vorträge über diese Kunstform zu halten. Sein Dōjō (übungsraum) für japanische Schriftkunst und Zen-Meditation nennt er Kaikatsuan, Hütte der Heiterkeit.

Eine fundierte und insbesondere schön anzuschauende Einführung in Zen.

 

«… ich habe es auf einen Schlag durchgelesen und habe oft herzhaft gelacht. Allerdings nicht nur das – Herr Röss weiß, wovon er spricht, und bringt endlich einmal Zen und Zen-Training auf den Punkt. Mit seinem Buch werden eine Vielzahl von anderen ‹ernsthaften› Zen-Büchern überflüssig — ein Treffer ins Schwarze!» Dr. B. J.